Stress-Test für den German Research Software Nexus
08.10.2026

Ein anderer Ansatz
Beim de-RSE Collaborations Workshop haben wir einen etwas anderen Ansatz gewählt, um das FutuRSI-Phase-1-Konzept zu diskutieren: Statt das Konzept vorzustellen und anschließend in einem klassischen Workshop-Format zu diskutieren, haben wir es in ein Serious Game übersetzt.
Die Teilnehmenden übernahmen unterschiedliche Stakeholder-Rollen aus dem deutschen Wissenschaftssystem – darunter Förderorganisationen, Forschungseinrichtungen, RSEs, Hochschulleitungen, Netzwerkpartner und Early-Career Researchers. Jede Rolle brachte eigene Interessen, Anliegen und Prioritäten mit. Im Verlauf des Spiels diskutierten und verhandelten die Teilnehmenden verschiedene Aspekte des vorgeschlagenen German Research Software Nexus und mussten dabei auch auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren.
Das Konzept auf die Probe stellen
Im Mittelpunkt standen sechs Bereiche des Phase-1-Konzepts: die Rolle und Grenzen des Nexus, sein Mehrwert für unterschiedliche Zielgruppen, die Einbindung von Communities und Partnern, die Kernfunktionen und Services, Governance und Entscheidungsfindung sowie Nachhaltigkeit.
Die Diskussionen brachten unterschiedliche Perspektiven auf diese Fragen zusammen und zeigten mehrere Punkte auf, die für die Weiterentwicklung des Konzepts relevant sind. Einige Vorschläge wurden hinterfragt, andere im Laufe der Diskussion angepasst. Darüber hinaus brachten die Teilnehmenden eigene Ideen ein, die bisher nicht Teil des Konzepts waren.
Auch die anschließende Diskussion lieferte zusätzliches Feedback – sowohl zum Konzept selbst als auch zum Serious Game als Format, um das Konzept gemeinsam zu untersuchen. Daraus haben wir einige konkrete Punkte mitgenommen, die wir in die weitere Entwicklung von FutuRSI Phase 1 einfließen lassen werden.
Was wir mitnehmen
Für uns war die Session eine gute Gelegenheit, das Konzept in einen Kontext zu bringen, in dem unterschiedliche Interessen gleichzeitig berücksichtigt werden mussten. Dabei wurde sichtbar, welche Teile des Vorschlags bereits tragfähig erscheinen, wo weitere Klärung notwendig ist und an welchen Stellen noch Diskussionen geführt werden müssen. Unser Serious Game hat bestätigt, dass der „German Research Software Nexus“ ein glaubwürdiger und notwendiger Vorschlag ist, allerdings gibt es noch Verbesserungspotenzial. Das Konzept könnte von folgenden Punkten profitieren: (1) klare Abgrenzungen des Konzepts, (2) Kennzahlen mit klaren Zuständigkeiten sowie (3) einer minimal funktionsfähigen Organisation.
Vielen Dank an alle, die teilgenommen, ihre Rollen übernommen, ihre Perspektiven eingebracht und damit zur Weiterentwicklung des Konzepts beigetragen haben!